You are currently viewing Andropause Mann: Wenn die Hormonproduktion beim «starken Geschlecht» nachlässt

Andropause Mann: Wenn die Hormonproduktion beim «starken Geschlecht» nachlässt

Das Frauen in die Wechseljahre kommen, ist allgemein bekannt, aber wie sieht es bei Männern aus? Gibt es bei ihnen auch hormonell bedingte Wechseljahre und woran erkennt man(n) das? 

Potenzprobleme und sexuelle Unlust, Schlafstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Gewichtszunahme Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen – alles Symptome die beim Mann ab 50 zunehmend auftreten können.

Ja, auch Männer kommen in die «Wechseljahre» und haben mit ähnlichen Widrigkeiten zu kämpfen, wie sie Frauen in der Menopause kennenlernen. Das männliche Pendant zur weiblichen Menopause, die Andropause, findet jedoch kaum Beachtung…

Wechseljahre: Wozu, wieso, warum

Um die Frage beantworten zu können, ob es bei den Männern auch Wechseljahre gibt, schauen wir uns die Wechseljahre bei denjenigen an bei denen sie unbestritten sind – nämlich bei den Frauen. Warum kommen Frauen in die Wechseljahre? Wir gehören als Menschen biologisch zur Gruppe der Säugetiere. Letztere zeichnen sich dadurch aus, dass sie viel Aufwand betreiben bei der Aufzucht ihrer Jungen.

Und das gilt ganz besonders für uns Menschen, um genauer zu sein für Frauen. Um sicherzustellen, dass auch das letzte Kind bis zur Selbständigkeit von der Mutter grossgezogen werden kann, macht es biologisch gesehen Sinn die Fortpflanzungsfähigkeit zu begrenzen. Deshalb hat sich Mutter Natur die Menopause ausgedacht, mit welcher die Fruchtbarkeit der Frau endet. Mit der abfallenden Produktion der Sexualhormone und schlussendlich dem Ausbleiben der Menstruation machen sich bei Frauen verschiedene Beschwerden bemerkbar.

Wie sieht es bei den Männern aus? Männer tragen zur Fortpflanzung wesentlich weniger bei; sie müssen keine Schwangerschaft austragen, brauchen keine Kinder zu stillen usw. – rein biologisch gesehen ist der Aufwand der Männer beim Nachwuchs wesentlich geringer. Daher macht es evolutionsbiologisch auch Sinn, dass Männer länger fruchtbar bleiben. Männer können auch nach dem 50igsten Lebensjahr durchaus auch noch mit 60ig Jahren oder älter Vater werden. Dazu gibt es einige historische, wie auch neuste Beispiele. Betrachten wir die Wechseljahre aus Sicht der natürlichen Begrenzung der Fortpflanzungsfähigkeit, gibt es beim Mann nicht wie bei der Frau, den einen Zeitpunkt, ab welchem die Fortpflanzungsfähigkeit endet und sie nicht mehr Vater werden können. Vielmehr ist das ein schleichender Prozess über mehrere Jahre hinweg. Wechseljahre haben zwei Seiten; neben der Begrenzung der Fortpflanzungsfähigkeit, sinkt in den Wechseljahren auch die Produktion der Hormone. Und das sehen wir bei Männern auch. Um die Frage möglichst genau zu beantworten:

Ja, auch Männer haben, wenn es auf die Lebensmitte zugeht, mit starken körperlichen Veränderungen zu kämpfen. Die sexuelle Lust nimmt ab, die Muskelmasse bildet sich zurück, das Bauchfett nimmt zu und die Knochendichte wird kleiner. Der Grund dafür liegt in der verminderten Menge an Testosteron. Das Sexualhormon bildet sich zurück, was eine Reihe von Beschwerden zur Folge hat. Das Absinken des Sexualhormons kann für das «starke Geschlecht» durchaus zur Herausforderung werden.

Typisch Mann! Wenn «er» in die Wechseljahre kommt

Die Bezeichnung Andropause für die körperlichen Veränderungen beim Mann leitet sich von den griechischen Wörtern «andro» (Mann) und «pausis» (Ende) ab. Sie stellt eine Analogie zum Begriff Menopause bei der Frau dar. Während das Phänomen «Wechseljahre beim Mann» bereits 1910 vom Neurologen Kurt Mendel aufgegriffen wurde, wird noch heute die Andropause zu wenig beachtet. Dabei wäre das sehr hilfreich und eine Vielzahl an Prostataerkrankungen mit späterem Prostatakrebs könnten behoben werden, wenn nicht sogar ganz vermieden. Anders als bei den Frauen treten die Wechseljahre des Mannes allerdings nicht plötzlich, innerhalb weniger Jahren auf. Die Hormonproduktion des Mannes kommt nämlich nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Erliegen, vielmehr ist dies ein schleichender Prozess, der Mitte der 30iger eintreten kann. Etwa ab dem 35. Lebensjahr nimmt bei Männern die Hormon-Produktion langsam ab, weil der Hoden weniger Testosteron produziert (die Hoden produzieren über 95 Prozent des Testosterons beim Mann).

Die charakteristischen Begleiterscheinungen der Andropause; verminderte Libido (Sexualtrieb), Erektionsschwäche, Impotenz, gestörte Harnentleerung, Muskelabbau, Kraftlosigkeit, Gewichtszunahme, Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Nachtschweiss und schlechter Schlaf treten nach und nach schleichend über Jahre hinweg auf und machen sich allmählich gegen das 50igsten Lebensjahr immer stärker bemerkbar.

Das Gefühl, kein «richtiger» Mann mehr zu sein

Die psychische Belastung ist sehr gross, wenn zu den Symptomen wie gestörte Harnentleerung, Schmerzen beim Wasserlassen, Nachträufeln etc. auch noch eine eingeschränkte Sexualität auftritt. Viele Betroffene haben dann das Gefühl, kein «richtiger» Mann mehr zu sein, und dies führt mitunter dazu, dass sich die Symptome einer sexuellen Dysfunktion noch weiter verschlimmern.

Prostata

Der Hauptgrund für sexuelle Funktionsstörungen beim Mann ist die Vergrösserung der Prostata. Aufgrund hormoneller Veränderungen kann sich die Prostata bereits ab Alter von 40 bis 45 Jahren langsam vergrössern. Sie wächst dabei um die Harnröhre herum, was zu einer zunehmenden Einengung sowie zu einer Verringerung des Fassungsvermögens der Blase führen kann. Ebenso können Störungen beim Erreichen und Erhalt der Erektion, Probleme mit dem Samenerguss (Ejakulation) und ein vermindertes sexuelles Verlangen auftreten. Die Prostata (Vorstehdrüse) dient unserer Fortpflanzung. Beim Geschlechtsverkehr bildet sie ein Sekret, das den «Kraftstoff» für die Spermien liefert. Dieses enthält Fruchtzucker als Nahrung für die Samenzellen sowie wichtige Enzyme und Mineralstoffe. Ausserdem wird dem Sperma Prostaglandine beigemischt. Sie verhindern eine Abwehrreaktion des weiblichen Immunsystems gegen das Sperma. Ohne das Sekret der Prostata könnten sich die Spermien nicht fortbewegen. Es ist elementar, dass man(n) frühzeitig dieser wichtigen Drüse genügend Aufmerksamkeit schenkt. Die Tatsache, dass die Vorsteherdrüse im Alter zu Problemen führen kann, ist allgemein bekannt – über die einfachen Mittel bei einer gutartigen Prostatavergrösserung herrscht hingegen häufig Unkenntnis.

Wie wir wissen, ist gegen jedes Leiden ein Kraut gewachsen:

Sägepalme

Die Sägepalme (Serenoa repens) bremst die Grössenzunahme der Prostata und ist entzündungshemmend. Daneben lindert die Sägepalme über die Probleme beim Wasserlassen und hat positive Einflüsse auf die sexuellen Funktionsstörungen.

Brennnessel

Aus medizinischer Sicht ist die Brennnessel eine sehr geschätzte und bedeutende Heilpflanze mit einer langen Tradition. Die grossen medizinischen Gelehrten des Mittelalters wie Paracelsus, Fuchs und Hildegard von Bingen rühmten die heilende Wirkung der Pflanze. Brennnesseln hemmen die Bildung bestimmter Stoffe, die das gutartige Wachstum der Prostata anregen und wirken zudem entzündungshemmend. Besonders wertvoll ist ein hochwertiger Extrakt aus den Brennnessel-Wurzeln, der in Kombination mit Sägepalmen-Extrakt den Beschwerden beim Wasserlassen aufgrund einer Prostatavergrösserung entgegenwirkt.

Kürbiskernen

Die knackigen kleinen Dinger sind eine biologische Wunderwaffe für Männer! Kürbiskerne enthalten wertvolle Inhaltsstoffe, Vitamine und Enzyme, die vor allem auf Reizblase und Prostata ihre positive Wirkung entfalten. Ihre wichtigsten Inhaltstoffe sind die pflanzlichen Hormone, sogenannte Phytosterine, eine Gruppe von bioaktiven Inhaltstoffen, die Prostatabeschwerden und Blasenleiden vorbeugen bzw. lindern können.

Männer, entgiftet euch!

Wenn es um Sachen Gesundheit geht, machen Frauen den Männern was vor. Sie sind viel gesundheitsbewusster und setzen sich intensiver mit gesundheitlichen Themen auseinander. Besonders im Hinblick auf Entschlackungs-, Entgiftung- und Detox-Kuren, die von der männlichen Seite häufig eher belächelt werden, sollen sich Männer – und dies nicht aus Lappalien – ein Beispiel nehmen!

Testosteron hat nachgewiesener Massen und wissenschaftlich anerkannt einen synergistischen Effekt mit sehr vielen Umweltgiften und Schwermetallen. Zu Quecksilber gibt es diesbezüglich die meisten Studien. Diese Affinität des Testosterons zu Schwermetallen und Giften aller Art ist für den Mann fatal, da er mit seinem gesamten Stoffwechsel und somit auch Immunsystem an dieses Hormon gebunden ist. Hinzu kommt, dass die Ausscheidungsmöglichkeit von Giftstoffen bei Männern deutlich geringer ist als bei Frauen, die ja immerhin bis zum 50igsten Lebensjahr oder sogar mehr, Gifte monatlich durch ihre Menstruation ausscheiden können. Diesen Luxus hat der Mann leider nicht.

Eine Entgiftung und Entsäuerung mit basenreicher Ernährung nimmt vor allem in der Andropause eine wesentliche Rolle für den Mann ein und sollte definitiv 2-3-mal im Jahr durchgeführt werden.