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Fit in den Herbst- So startest du schwungvoll in die kalte Jahreszeit

Wenn die Tage wieder kürzer werden und die Temperaturen sinken, wissen wir, dass die warmen Sommertage vorüber sind und der Herbst vor der Tür steht – die Zeit, in welcher unser Immunsystem wieder grösseren Strapazen ausgesetzt ist. In den nächsten Monaten herrscht ein nasskaltes Klima, welches prädestiniert ist für Erkältungsviren und damit verbundenen grippalen Infekten. Mit ausgewählten Nährstoffen und der richtigen Portion Bewegung können wir unseren Körper optimal wappnen und fit in den Herbst starten.

Was benötigt der Körper im Herbst?

Um den Herbst zu geniessen und in gesundheitlicher Hinsicht auf der sicheren Seite zu stehen, ist die Versorgung mit Vitaminen die beste Methode. Dabei ist in der lichtärmeren Jahreszeit eine zusätzliche Versorgung mit Vitamin D essenziell. Unser Körper produziert Vitamin D mithilfe der UVB-Strahlung der Sonne. Eine ausreichende Bildung dieses Vitamins ist in unseren Breitengraden aber nur von April bis Oktober zwischen 10 Uhr und 15 Uhr möglich. Bei Berufstätigen kann sogar oftmals auch in den Frühlings- und Sommermonaten ein Mangel entstehen. Je kürzer wir der Sonne ausgesetzt sind, desto weniger Vitamin D kann unser Körper bilden und umso grösser ist der Bedarf, Vitamin D zu supplementieren. Auch Sonnencremen verhindern die Bildung von Vitamin D.

Erfahre mehr über die ungeahnte Wirkweise von Sonnencreme: https://www.lindarenmed.ch/2022/06/18/hautpflege-im-sommer-warum-sonnencreme-nicht-dazugehoert/

Um den Körper gegen Erkältungsviren zu wappnen, gilt das Vitamin C als wichtigstes Vitamin. Das Allrounder Vitamin stärkt nicht nur unser Immunsystem, sondern ist auch für eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen von grosser Bedeutung und schützt den Körper vor freien Radikalen. Gute Vitamin-C-Quellen sind Zitrusfrüchte, rote Paprika, Brokkoli, Kiwi und Äpfel. Aber auch der gerade im Herbst erhältliche Rosenkohl hat reichliche Mengen an Vitamin C. Das Vitamin A ist bekannt als Augenvitamin: von aussen kommenden Lichtreizen lassen sich als wahrnehmbare Signale für das Gehirn verarbeiten. Gerade im Herbst hilft es, die Sehfähigkeit in der Dämmerung zu stärken. Darüber hinaus stärkt es die Immunabwehr und die Schleimhäute. Vitamin A bzw. dessen Vorstufe Beta-Carotin ist in zahlreichen Lebensmitteln enthalten, darunter in Grünkohl, Rosenkohl, Rotkohl, Brokkoli, Möhren, Rote Beete, Eiern und Milchprodukten. Was ebenfalls auf dem herbstlichen Speiseplan nicht fehlen sollte, sind pflanzliche Öle, sowie Nüsse und Avocados. Darin findet sich das Vitamin E, welches als Radikalfänger unsere Körperzellen vor schädigenden Einflüssen von aussen schützt. Es fungiert als wichtiger Zellschutz und sorgt mitunter dafür, dass das Immunsystem nicht erschöpft. Nicht nur in der kalten Jahreszeit ist es ratsam regelmässig die lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren zuzuführen. Der Körper kann diese Fettsäuren nicht selbst produzieren, weshalb wir sie mit der Nahrung oder durch Nahrungsergänzungsmittel zuführen müssen. Die Omega-3-Fettsäuren sind besonders in fetthaltigem Fisch enthalten, dabei sollten Fische aus Bio-Zuchtfarmen bevorzugt werden, die nachhaltigen Fischfang pflegen und geringere Schadstoffbelastung aufweisen.

Gemüse vom Supermarkt oder heimische Tiefkühlkost?

Da der Vitamin- und Nährstoffgehalt von Gemüse und Obst mit der Lagerung abnimmt, sollten Lebensmittel sehr bald nach der Ernte verzehrt werden. In den kalten Monaten gibt es weniger heimische Gemüse und Obst zu ernten, weshalb wir oft auf Lebensmittel aus Übersee zurückgreifen. Doch gerade jenes Gemüse oder Obst, das lange Transportwege hinter sich hat, überzeugt nicht gerade mit seinem Vitamin- und Nährstoffgehalt.

Es ist daher ratsam des Öfteren zu heimischen und saisonalen Produkten zu greifen und diese alsbald zu verzehren. Der Vitamin-C-Gehalt von frischen Brokkoli nimmt beispielswiese schon nach wenigen Tagen bis um die Hälfte ab! Frisch nach der Ernte eingefrorenes Gemüse enthält jedoch nahezu gleich viel Vitamine wie frische Ware – vorausgesetzt es handelt sich um Tiefkühlkost, die ohne Zusatzstoffe und fertige Sossen zubereitet wurde. Auch bei Tiefkühlkost bleiben die Vitamine nicht ewig enthalten, der Abbauprozess kann aber deutlich verzögert werden. Bei einer Lagerungstemperatur von -18 °Grad sind nach etwa 4 Monaten noch knapp 100 Prozent des Vitamin C enthalten, nach einem Jahr noch etwa 70 Prozent. Man kann also schlussfolgern, dass nur Gemüse, welches sehr bald nach der Ernte verzehrt wird, vitaminreicher ist als Tiefkühlgemüse.