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Exzellente Hirnleistung und Konzentration dank Harmonie im Gehirn

In unserer westlichen Welt liegt der Fokus auf dem Lernen, der Theorie und dem Gebrauch des Intellekts. Mit diesen Aspekten des analytischen Denkens wird ständig die linke Gehirnhälfte angesprochen und stimuliert. Die rechte Gehirnhälfte hingegen, die für unsere Emotionen, Kreativität und intuitives Erfassen zuständig ist, wird vernachlässigt. Dies bleibt weitgehend nicht ohne körperliche, geistige oder emotionale Folgen. Für unsere vollständige Gesundheit ist die synergetische Zusammenarbeit beider Hirnhälften elementar. Eine chronische Dysbalance zwischen linker und rechter Hirnhälfte kann eine Ursache für Hyperaktivität, mangelnde Konzentration oder sogar autistische Neigungen sein.

ZWEI Gehirnhälften – EIN Team

Unser Gehirn ist das Steuerungsorgan unseres gesamten Körpers – ohne das Gehirn wären wir zu nichts fähig. Die linke Gehirnhälfte ist das Zentrum für Logik und analytisches Denken. Sie ermöglicht uns das Sprechen, Lesen oder Rechnen. Ohne diese Gehirnhälfte könnten wir auch weder logisch denken, noch hätten wir ein Zeitempfinden.

Dinge, die mit Emotionen, Kreativität, Soziales und Intuition zu tun haben, werden von der rechten Hemisphäre behandelt. Sie ist zuständig für die Körpersprache, für Bilder, Gefühle, Kreativität, Neugierde und für ganzheitliche Zusammenhänge. Ist beispielsweise die rechte Gehirnhälfte über längere Zeit nicht richtig aktiv bzw. beeinträchtigt, so kann dies langfristig auch zu Konzentrationsschwierigkeiten, Lustlosigkeit und gar zur Depression führen.

Wenn zwischen links und rechts die Brücke fehlt

Exzellente und kreative Denkleistungen können nur dann entstehen, wenn beide Hemisphären des Grosshirns gut zusammenarbeiten und sich ergänzen. Unser Schul- und Bildungssystem hat aber nicht viel Interesse an den kreativen Ausdrucksformen der rechten Gehirnhälfte und versucht das Kind nicht nur weitgehend auf den Kopf zu reduzieren, sondern innerhalb des Kopfes auch auf die linke Hirnhälfte.

Logisch-analytische Denkprozesse stehen in der Schule im Vordergrund und Schwerpunkte setzt man in den Bereichen Sprache und Zahlen. Schulische Fortschritte werden durch Prüfungen ermittelt, die nahezu ausschliesslich auf die Denkvorgänge der linken Gehirnhälfte zugeschnitten sind. Schulfächer, die die rechte Gehirnhälfte ansprechen, wie Zeichnen, Musik oder Sport werden als „Nebenfächer“ bezeichnet. So werden wir gewissermassen konditioniert rational, materialistisch und selbstsüchtig, uns den Zielen der Leistung und des Erfolgs zu nähern. Es ist deshalb wenig verwunderlich, dass viele Menschen ihre fühlende Seite unterdrücken. Denn wir haben nicht gelernt unsere Kreativität und Gefühle als etwas Nützliches zu akzeptieren, ihnen zu vertrauen und ihnen die angemessene Aufmerksamkeit zu schenken. Vielmehr haben wir gelernt zu funktionieren, erfolgreich sein und dass es schmerzhaft und auch unerwünscht ist, zu tief in unsere Gefühle einzutauchen.

Die Vernachlässigung der rechten Gehirnhälfte in der Bildung führt somit zu Gewalt, Korruption, Neid, Angst und Manipulation.

Nutze dein vollständiges Potenzial

Es geht nun aber nicht darum eine Dominanz der rechten Hirnhälfte zu erreichen, sondern darum beide Gehirnhälften in Harmonie und Einklang zu nutzen. Wenn sowohl der rationale als auch der emotionale Teil unseres Gehirns perfekt interagieren und in Balance sind, fühlen wir uns gut. Das Wechselspiel zwischen beiden Seiten unseres Gehirns und ihre synergistische Zusammenarbeit sind Voraussetzung, um unser gesamtes Potenzial zu nutzen. Es ermöglicht erst unser Erfindungsreichtum und stimuliert unsere kreativen Kräfte. Die meisten Menschen arbeiten mehr mit der linken Gehirnhälfte, da es in der Schule schon so antrainiert wurde. Deshalb ist es sehr wichtig, auch die rechte Gehirnhälfte in Denk- und Lernprozessen zu fordern. Es gibt einige einfache, aber hoch effektive Übungen, um rechte und linke Gehirnhälfte in Einklang zu bringen.

Von diesen Übungen profitieren auch hyperaktive, autistische Kinder oder Kinder mit Konzentrations-oder Lernschwierigkeiten. Sie werden insgesamt ausgeglichener, harmonischer und können sich besser konzentrieren. In östlichen Kulturen werden solche Übungen sogar an Schulen eingesetzt, um den Studenten eine bessere Konzentration vor Prüfungen zu ermöglichen.

1 Übung: Elefantenrüssel

Berühre mit dem Finger deiner linken Hand die Nasenspitze. Strecke nun deine rechte Hand durch die Schlaufe deines linken Armes und schreibe mit der rechten Hand eine Acht in der Luft. Folge der Bewegung mit deinen Augen. Nach ein paar Minuten wechselt du die Hände und berührst mit den Fingern der rechten Hand die Nasespitze, während du mit der linken Hand das Symbol der Acht in die Luft zeichnest.

2 Übung: Achter-Malen

Lasse deine linke Hand entspannt neben deinem Körper hängen und arbeite zuerst nur mit deiner rechten Hand. Zeichne mit dem Daumen nach oben zeigend mit deiner rechten Hand, eine grosse Acht in die Luft. Der Kreuzungspunkt der beiden Schleifen soll dabei in der Mitte deines Körpers, auf Herzhöhe sein. Strecke deine rechte Hand so weit nach links und rechts, wie du kannst, halte dabei deinen Oberkörper gerade. Die Bewegung wird mit deinen Augen verfolgt, der Kopf bleibt dabei gerade. Nach ein paar Wiederholungen tauschst du die Hände und führst die gleiche Übung mit der linken Hand aus.

3 Übung: Ohr und Nase

Greife mit den Fingern deiner linken Hand sanft die Nasenspitze, während die Finger deiner rechten Hand das linke Ohr umgreifen. Kreuze dabei deinen rechten Arm über deinen linken Arm. Nimm dann gleichzeitig die Hände von der Nasenspitze und vom Ohr und tausche die Finger der rechten Hand auf die Nase und die Finger der linken Hand auf das rechte Ohr. Während dem Tauschen, beschreiben deine Hände eine sanfte seitliche Achterfigur vor deinem Gesicht. Sobald du die Übung gut kannst, versuche deine Augen für eine meditative Erfahrung zu schliessen, und synchronisiere die Handbewegungen mit deinem Atem. Du wirst bemerken, wie sich deine Konzentrationsfähigkeit erhöht.

Warum zeichnen wir jeweils eine Acht? Die Acht gilt als Symbol für die Unendlichkeit. Beim Zeichnen einer Acht in die Luft (oder auf ein Papier) kommt es zu einer Koordination von Auge und Hand, was beide Gehirnhälften gleichermassen beansprucht.