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Das ideale Element für Bewegung: Wasser

Bedrückend, heiss, schwül – bei jeder noch so kleinen Bewegung bilden sich kleine Schweisstropfen auf der Stirn. An heissen Sommertagen ist es manchmal schwierig genügend Bewegung in den Alltag einzubauen, wenn man nicht frühmorgens oder spätabends bei angenehm kühlen Temperaturen unterwegs sein will. Aquafitness bietet mit seinen schonenden Bewegungen im Wasser eine ideale Alternative, um auch bei höheren Temperaturen aktiv zu sein, Muskulatur aufzubauen und das Herz-Kreislaufsystem zu stärken.

Das Training im Urelement Wasser eignet sich für jeden – vom Freizeit- über Gesundheits- bis hin zum Leistungssportler. Beim Aquafitness werden nicht nur einzelne Körperpartien trainiert, sondern der ganze Körper arbeitet effektiv mit. Dabei entstehen Wellen und Strömungen, die die Tiefenmuskulatur aktivieren. Gleichzeitig werden Muskeln, Bänder und Gelenke durch den Auftrieb des Wassers geschont, denn nur zehn Prozent des Körpergewichts lasten auf unserem Stütz- und Bewegungsapparat. Die Ursache dafür liegt in der Dichte des Wassers, die etwa 800 Mal höher ist als jene von Luft. Auch der Wasserwiderstand und der besondere hydrostatische Druck begründen sich mit der Wasserdichte. Diese Besonderheiten des nassen Elements werden beim Aquafitness bewusst genutzt, denn bei diesem Sport im Wasser gilt der Grundsatz: Im, mit dem und gegen das Wasser zu trainieren.

Aquatraining kräftig Muskeln und bringt den Kreislauf in Schwung

Mit der Kombination von Schwerelosigkeit, Wasserwiderstand und hydrostatischen Druck bildet Wasser eine hervorragende Umgebung, um Kraft und Ausdauer zu erreichen und Koordination zu verbessern. Die bremsende Kraft des hohen Wasserwiderstandes wirkt sich auf alle Muskeln des Körpers aus. Das Training im Wasser baut deshalb nicht nur Muskelkraft auf, sondern wirkt gleichzeitig muskulären Dysbalancen (Ungleichgewicht im Zusammenspiel verschiedener Muskeln) entgegen. Auch die Koordination und Beweglichkeit wird im Wasser auf den Prüfstand gestellt. Anders als beim Schwimmen wird beim Aquafitness einen möglichst grossen Widerstand angestrebt. Denn je mehr Fläche gegen den Wasserwiderstand gerichtet wird, desto stärker und effektiver wird die entsprechende Muskulatur trainiert. Der hydrostatische Druck des Wassers spüren wir am empfindlichen Trommelfell beim Tauchen mit dem Kopf unter Wasser. Jener Druck wirkt von allen Seiten auf den Körper ein und bringt den Kreislauf ordentlich in Schwung. Durch den hydrostatischen Druck des Wassers wird vermehrt Blut aus dem gesamten Gefässsystem in Richtung Herz gepresst, wodurch das Herz-Kreislauf-System positiv beeinflusst wird: Das Schlagvolumen erhöht sich etwa um 20 Prozent und die Durchblutung des Herzens verbessert sich. Auch von Reha-Einrichtungen wird das Element Wasser gerne genutzt, denn nach Verletzungen oder Operationen können Bewegungen im Wasser durch die Schwerelosigkeit mühelos ausgeführt werden.

Auch Übergewichtige fühlen sich im Wasser beweglicher, da die Übungen im statischen Wasserauftrieb leichter fallen. Sowieso sind Abnehmwillige im Wasser gut aufgehoben. Unser Stoffwechsel muss im Wasser mehr leisten, um dem Wärmeverlust entgegenzuwirken und unsere Betriebstemperatur aufrecht zu erhalten. Die Wärmeleitfähigkeit von Wasser ist nämlich so gross, dass wir drei bis viermal schneller Wärme abgeben als in der Luft. Wenn wir uns im Wasser nicht bewegen, kühlen wir schnell aus. Deshalb ist die Bereitschaft sich zu bewegen im Wasser auch grösser als an Land. Die erhöhte Stoffwechselrate bei gleichzeitiger Bewegung ist ein Kalorienkiller schlechthin!  Vom Temperaturreiz durch das Wasser profitiert auch unser Immunsystem und unsere Abwehr wird gestärkt.

Losgelöst im hier und jetzt schweben

Nicht immer geht es um Leistung, Bewegung, Fitness – manchmal fehlt im hektischen Alltag auch der Aspekt der Entspannung.

«Die Seele baumeln zu lassen», ist eine Wohltat für Körper und Geist. Im körperwarmen Wasser kommt die Entspannung mit der Schwerelosigkeit von selbst! Wenn du dich mit ausgestreckten Armen vom Wasser tragen lässt und die Augen schliesst erfährst du pure Entspannung. Das uns umgebende Wasser mit dem beruhigenden, plätschernden Geräusch erinnert uns an die vorgeburtliche, vollkommene Zeit im Mutterleib. Der Körper schüttet Glückshormone, sogenannte Endorphine aus. Noch beglückender ist die Übung mit einem Partner, der dich behutsam und gleichmässig durchs Wasser zieht. Diese Art Wasser-Wellness mit Tiefenwirkung wird auch Watsu oder Aquabalancing genannt.

Die Vorteile von Aquafitness auf einen Blick:

  • Stärkung der Muskulatur und des Herz-Kreislauf-Systems
  • Verbesserte Koordination und Beweglichkeit
  • Muskuläre Dysbalancen können ausgeglichen werden
  • Höhere Stoffwechselrate (insbesondere des Fettstoffwechsels)
  • Erhöhte Immunabwehr
  • Entspannung