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«Ha – tschi!» – Der andere Klang des Frühlings!

Wie entstehen Allergien und was können wir dagegen tun?

Nun sind die Tage endlich wieder länger und auch die Temperaturen laden uns dazu ein, viel Zeit draussen zu verbringen, doch das Frühlingserwachen können nicht alle gleich geniessen. Tränende, juckende Augen, eine laufende oder verstopfte Nase, Ekzeme und Ausschläge. Für Viele sind das nur allzu gut bekannte Symptome, wenn die Pollen in den Frühling fliegen. Doch wie entwickeln sich Allergien überhaupt und was können Betroffene unternehmen?

Wir kennen unser Immunsystem als Wache, die ständig auf uns aufpasst und unseren Körper mit seiner mikroskopischen Armee vor unterwünschten Eindringlingen und Krankheiten schützt. https://www.lindarenmed.ch/2022/02/17/der-aufbau-unseres-immunsystems/

Grundsätzlich unterscheiden sich die Vorgänge bei einer Allergie und der Immunabwehr nicht voneinander. Bei einer Allergie hält das Immunsystem harmlose Dinge, wie Pollen, für gefährliche Eindringlinge und es schadet uns mehr als Pollen je könnten. Der Körper unternimmt dann alles, um die Störenfriede loszuwerden.

Die typischen allergischen Symptome, wie brennende Augen, kitzelnde Nase, Rötungen, Schwellungen und Juckreiz sind nichts anderes als gezielte Versuche die unerwünschten Eindringlinge zu verjagen. Warum die Haut rot wird und du Niesen musst, erklärt sich, wenn wir die Abwehrtaktik unseres Körpers genauer unter die Lupe nehmen:

Wenn Allergene, wie z.B. Pollen auf die Haut treffen, dann lösen sich bestimmte Peptide. Das sind winzig kleine Eiweissverbindungen, die in die Haut eindringen und sich dann an Antikörper namens Immunglobuli E (IgE-Antikörper) andocken. Diese Antikörper haben sich zuvor mit einer Mastzelle verbunden. Mastzellen übernehmen eine entscheidende Rolle bei einer Allergie und befinden sich im Körper dort, wo häufig Kontakt mit Allergenen besteht: In der Haut, in den Atemwegen oder im Darm. Mastzellen sind die Träger von Histamin.

Das ist ein Botenstoff der bei entzündlichen Prozessen eine Schlüsselrolle übernimmt. Trifft nun ein Allergen auf IgE-Antikörper setzt die Mastzelle Histamin und andere Entzündungsbotenstoffe aus. Diese Entzündungsstoffe rufen dann Rötungen, Schwellungen und Juckreiz hervor. Bei Allergikern sind die IgE-Antikörper in Überschuss vorhanden.

Kann es sein, dass veränderte Lebensbedingungen diese Überreaktion des Immunsystems hervorrufen?

Schauen wir in die Entwicklungsländer, wo Parasiten noch stärker verbreitet sind, sind kaum Allergien zu finden. Hingegen haben Allergien in den Industrieländern in den letzten Jahren stetig zugenommen. Heutzutage ist fast jeder Mensch gegen irgendetwas allergisch – etwa gegen Bäume und Gräser, Lebensmittel oder bestimmte Tiere. Das Immunsystem entwickelt sich das Leben lang und wird besonders in der Kindheit geprägt und trainiert. Heutzutage verbringen wir vielmehr Zeit in blitzblanken Stadtwohnungen anstatt in der Natur. So kommen wir mit deutlich weniger Allergenen; also Stoffen, die eine Allergie hervorrufen können, in Berührung und das Immunsystem wird weniger stark ausgebildet. Hinzu kommt, dass uns immer wieder Neuentwicklungen aus Chemie und Industrie präsentiert werden. Denn auch Schadstoffe aus der Umwelt begünstigen eine allergische Reaktion. So kann es sein, dass diese auch bei bisher Allergiefreien-Erwachsenen zu Beschwerden führen. Eine Vielzahl von Stoffen, auf die sich der Körper gar nicht genetisch anpassen konnte, gelangt gemischt mit natürlichen Substanzen wie Pollen, Staub, Tierhaare in unseren Körper. Das Immunsystem als unsere Wache muss also immer mehr Eindringlinge abhalten, sodass ihre Armee selbst Tag und Nacht im Einsatz sein muss. Weil kein Arbeitsende in Sicht ist, werden die Soldaten selbst zunehmend müder und aggressiver. Wenn dann eines Tages ein friedliches Pollenkorn in die Nase fliegt, sind die erschöpften Soldaten nicht mehr in der Lage zu erkennen, dass es sich um einen friedvollen Besucher handelt und geht genauso vor wie gegen Feinde. Dieses Pollenkorn ist dann vollkommen unerwünscht und das Immunsystem unternimmt alles, um uns davon zu befreien! Die unangenehmen Symptome, wie Juckreiz, Rötungen und Schwellungen sind eigentlich eine geniale Einrichtung des Körpers Schaden und Krankheiten von uns abzuwenden. Leider sind diese Symptome total mühsam und erschweren uns den Alltag immens. So suchen auch viele Leidende einen Arzt auf, der Ihnen bestimmte Salben und Medikamente verschreiben, die die inneren Soldaten besänftigen sollen.

Doch ist es sinnvoll unsere hilfsbereite und effektive Armee, die für Ordnung sorgen sollte, ruhigzustellen?

 Wohl kaum. Natürlich ist es sinnvoll den überarbeiteten Soldaten ein bisschen Ruhe und Entspannung zu gönnen, wenn sich die Eindringlinge häufen. Mit regelmässigen Duschen, Bettwäschen -und Kleiderwechsel ermöglichen wir den tapferen Soldaten eine Schnaufpause. Es geht aber auch darum Eindringlinge zu entfernen. Durch Ausleitungsverfahren, bei welchen belastenden Stoffwechselprodukte ausgeschieden werden, sinkt die Belastung der Soldaten. Sowieso sollten so natürliche Nahrungsmittel, wie nur möglich verzehrt werden, sodass weniger unbekannte Stoffe, wie Konservierungsstoffe, Zusatzstoffe, Farbstoffe oder Geschmackverstärker vom Körper aufgenommen werden.

Weitere ursächliche Therapiemöglichkeiten ist die Einnahme von Omega 3 Fettsäuren und Schwarzkümmelöl. Beide haben entzündungshemmende und Immunsystem regulierende Eigenschaften. Bei einer frühzeitigen Anwendung zeigt sich in vielen Fällen eine deutliche Linderung der Symptome.

Vitamin C ist in der Lage Histamin abzubauen. Zusätzlich kann durch das Mineral Magnesium die allergische Reaktionsschwelle erhöht werden. Auch Zink steuert wichtige entzündungshemmende Enzyme.

Bist du immer aufs Neue von den mühseligen Symptomen einer Allergie geplagt?

Dann ist es ratsam eine Antwort auf die Ursache und nicht das Symptom zu finden. Dein Therapeut kann dir individuelle Wege zeigen wie Darmsanierung oder Hypnose usw. So kannst du mit deiner Allergie besser umgehen oder sie sogar ganz loswerden.