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Abnehmen – die Antwort der Natur

Täglich grüsst das Murmeltier. Wobei man in diesem Zusammenhang wohl eher jährlich sagen muss. Rechtzeitig auf den Sommer finden wir in allen Zeitschriften Ratgeber für Diäten, Ernährungspläne, Saft- oder Smoothies-Kuren und Abnehm-Guides. Im Bikini soll man ja schliesslich eine tolle Figur machen! Dass solche «Crash-Diäten» keine nachhaltigen Erfolge versprechen, wissen erfreulicherweise immer mehr Menschen. Die meisten Menschen wünschten sich ein Wundermittel, sodass die überschüssigen Pfunde von alleine purzeln. Doch, dass das Wunderwerk Mensch sich nicht mit künstlich synthetisierten Pillen überlisten lässt, ist klar. Fragen wir die Natur, gibt sie uns eine Antwort. Die Rede ist von Glucomannan. Das ist ein natürlicher Wirkstoff aus der Konjak-Knolle und hilft beim Abnehmen.

Die Konjakwurzel ist die Knolle der Teufelszunge – eine beeindruckende Pflanze!

Ein paar Kilos mehr auf den Rippen ist nicht so schlimm. Aber wenn das Gewicht stetig weitersteigt, wird der Körper gesundheitlich stark belastet. Übergewicht ist in vielen westlichen Ländern ein immer grösser gewordenes Problem. Unsere industriell verarbeiteten Lebensmittel sind so nährstoffarm, dass der Körper durch diesen Mangel ständig Hunger meldet. Zusätzlich sind sie vollgestopft mit Zucker, welcher uns süchtig macht und unsere natürliche Appetitregulation beeinflusst. Aber dazu an einer anderen Stelle mehr.

Wir wissen, dass eine ausgewogene Ernährung und Sport die Basis beim Abnehmen, resp. einer gesunden Lebensweise darstellen. Auch bei der Einnahme von Substanzen natürlichen Ursprungs ist dies die Grundlage. Ergänzend dazu kann der natürliche Wirkstoff Glucomannane aus der Konjakwurzel beim Abnehmen tatsächlich unterstützend wirken und die Gewichtsabnahme begünstigen.

Die Konjakwurzel, auch Teufelszunge genannt ist ein Gewächs aus der Familie des Aronstabs und ist seit Jahrtausenden als Wurzelgemüse ein fester Bestandteil der asiatischen Küche. Sie ist wegen ihrer spektakulären Blüte ein optisch absolut beeindruckendes Gewächs. Der botanische Gattungsname Amorphophallus (amorph = ungeformt, phallus= das erigierte männliche Glied) beschreibt hierbei recht präzise, an welche Form der Blüten-Kolben der Teufelszunge erinnert. Aber auch der deutsche Name lässt das Erscheinungsbild der Pflanze erahnen.

Umgangssprachlich wird die Teufelszunge auch «stinkende Titanwurz» genannt. Dies ist wenig verwunderlich, denn die Teufelszunge gibt zur Blütezeit einen penetranten Aasgeruch ab. Darüber sollen Insekten und andere aasliebende Tiere zur Befruchtung angezogen werden.

Das Besondere an der Teufelszunge sind aber nicht die roten, Orchidee ähnlichen Blüten, sondern die runde Knolle. Letztere erinnert äusserlich stark an eine Ingwerknolle und kann einen Durchmesser von 25 cm erreichen. Knollen fungieren im Pflanzenreich als Speicherorgane: Sicher geschützt werden hier die wichtigsten Nährstoffe aufgenommen, gespeichert und gebildet.

Die Konjakwurzel besteht grösstenteils aus Stärke, Zellulose und ballaststoffreichem Glucomannan. Das Konjakmehl enthält satte 92 g Ballaststoffe auf 100 g! Anders als der Name suggeriert, sind diese ausgesprochen wichtig für unseren Körper. Ballaststoffe beeinflussen die Darmflora positiv und unterstützen die normale Darmfunktion. Sie absorbieren Giftstoffe, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden und so nicht wieder in den Blutkreislauf geraten. Wegen ihrer Wasserbindungsfähigkeit sättigen Ballaststoffe sehr gut. Die Konjakwurzel gilt in Asien schon seit über 1500 Jahre als Delikatesse. Das ursprüngliche Anbaugebiet der Pflanze ist Vietnam. Bis heute hat es sich aber auf den gesamten ostasiatischen Raum erweitert. Die Konjakwurzel ist in China, Japan und Indonesien besonders beliebt. Das aus der Konjakwurzel gewonnene Pulver (Konjakmehl) liefert zum Beispiel auch die Grundlage für die traditionellen japanischen Shirataki-Nudeln. Hierbei handelt es sich um durchsichtige Fadennudeln, die wie Glasnudeln aussehen.

Glucomannan in Kombination mit einer Diät

Bei der genaueren Betrachtung der Inhaltsstoffe der Konjakwurzel erkennt man, dass die Knolle ein unglaubliches Potenzial zur Hilfe beim Abnehmen hat. Die Hauptrolle spielt dabei Glucomannan – der natürliche Wirkstoff in der Konjakwurzel. Bei Glucomannan handelt es sich um einen Zusammenschluss stärkeähnlicher Substanzen aus verzweigten Kohlenhydratketten. Einfacher ausgedrückt ist Glucomannan ein natürlicher Ballaststoff. Dieser Ballaststoff kann vom Körper nur teilweise bis gar nicht verdaut werden, bindet aber gleichzeitig einen grossen Flüssigkeitsanteil. So bindet der lösliche Ballaststoff 50-mal so viel Flüssigkeit, wie sein Eigenvolumen beträgt! Dies entspricht der höchsten, derzeit bekannten Wasserbindungskapazität aller Naturprodukte. Durch die Dehnung des Magensacks, die durch das aufgequollene Glucomannan entsteht, wird auch die Bildung des appetitanregenden Hormons Ghrelin gestoppt. Wenn man nun also vor dem Essen den Wirkstoff in Kombination mit viel Wasser einnimmt, isst man schlussendlich weniger.

Denn der Körper signalisiert ein frühes Sättigungsgefühl. Ausserdem fördert Glucomannan nützliche Darmbakterien und punktet dadurch mit einem positiven Einfluss auf die Darmgesundheit. Glucomannan fördert die Tätigkeit des Darmes, bindet Wasser, vergrössert den Darminhalt und macht diesen geschmeidiger. Einen weiteren positiven Effekt von Glucomannan ist seine ausgleichende Wirkung auf die Cholesterinwerte: Das «schlechte» Cholesterin wird durch die Ausleitung von Gallensäuren gesenkt und die Blutfettwerte verbessern sich. Analog zu anderen Ballaststoffen hilft auch Glucomannan, Schadstoffe zu binden und diese über den Stuhl auszuleiten.

In der Schweiz sind rund 42 Prozent der erwachsenen Bevölkerung übergewichtig, davon sind 11 Prozent adipös. Aus langer Sicht belastet Adipositas den gesamten Organismus und begünstigt verschiedene Erkrankungen, wie beispielsweise Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 oder auch Gelenkschäden. Mit der Kombination von Sport und einer gesunden Ernährung lässt sich Übergewicht «behandeln». Für viele Betroffene stellt der Gewichtsverlust über diesen Weg eine grosse Herausforderung dar, weshalb sie Unterstützung über Nahrungsergänzungsmittel oder Diätpillen suchen. Der Markt dieser «Wunderpillen» ist daher gross, aber nicht alle Mittel wirken wirklich unterstützend. Die unterstützende Wirkung von Glucomannan auf den Gewichtsverlust wird durch mehrere wissenschaftlichen Studien belegt. Aufgrund der Vielzahl an durchgeführten Studien bestätigte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit im Jahr 2010 die gesundheitsbezogenen Angaben im Zusammenhang mit Glucomannan aus der Konjakwurzel und der Verringerung des Gewichts. An dieser Stelle möchten wir betonen, dass allein die Einnahme eines Glucomannan-Präparates nicht ausreicht, um langfristig erfolgreich abzunehmen. Dies ist nur in Kombination mit Ernährung und Sport möglich. Dann kann Glucomannan durchaus sehr effektiv sein.