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Bloss nicht sauer werden… Power statt Sauer!

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass unser Stoffwechsel nicht auf die moderne, einseitige Ernährungs- und Lebensweise von Heute eingestellt ist und somit schleichend übersäuert.

Eine einseitige Ernährung, mit stark verarbeiteten Produkten, Bewegungsmangel und Stress bringen den gesamten Organismus aus dem Gleichgewicht, belasten unseren Stoffwechsel und machen uns langsam krank. Zum Glück ist unser Körper gegen dieses Organismus-belastende «Anhäufen von Säuren» mit umfangreiche Puffersysteme, Ausscheidungswege und entsäuernden Organen, wie Leber und Niere, ausgerüstet über welche Stoffwechselsäuren neutralisiert oder entsorgt werden können. 

Bei einer dauerhaften Säureüberlastung sind aber die Puffersysteme und die entsäuernden Organe des Organismus überlastet, sodass es zu einer latenten metabolischen Azidose kommt. Eine Azidose wird im allgemeinen Sprachgebrauch mit dem Begriff «Übersäuerung» beschrieben. Eine Übersäuerung im Körper wird oftmals in Verbindung mit diversen chronischen Krankheiten gebracht, denn die starken Säuren greifen Knochen, Bindegewebe und Körperzellen an. Dies wiederum verursacht Schmerzen und vielseitige Beschwerden. 

Das Ziel einer Entsäuerung und langfristig gesunden Lebensweise ist es die aggressiven, starken Säuren durch basische Mineralien wie Kalium, Natrium, Magnesium oder Calcium zu binden und unschädlich zu machen. Diese basischen Mineralstoffe, welche in der heutigen Ernährung oftmals zu kurz kommen, können mittels einer basenreichen Ernährung aufgenommen werden. Hierbei sollten frisch zubereitete, gemüsereiche Mahlzeiten an erster Priorität stehen, denn Gemüse enthaltet besonders viele basische Mineralstoffe. Neben Gemüse sind auch Kräuter und Obst reich an organischen Basenbildnern wie Citrate, Laktat, Acetat. 

Folgende Auflistung soll einen Überblick über einige säure – respektive basenbildende Nahrungsmittel geben: 

Basenbildend

  • Alle Gemüsesorten (z. B. Tomaten, Karotten, Zwiebeln, Pilze, Rotkohl, Blattsalat, Kartoffeln)
  • Alle Obstsorten (z. B. Äpfel, Beeren, Zitrusfrüchte)
  • Alle Kräuter (Rucola, Oregano, Thymian, Rosmarin und Salbei) 
  • Mineralwasser
  • ungeschwefeltes Trockenobst
  • Die Mineralstoffe; Kalium, Magnesium, Calcium

Säure-Basen-neutral

naturbelassene pflanzliche Öle, Butter

Schwach säurebildend

Milch, Joghurt, Rahm, Vollkornprodukte, Nüsse

Stark säurebildend

  • Fleisch und Wurstwaren, Fisch und Meeresfrüchte
  • Milch und Milchprodukte, Eier
  • Zucker, Süsswaren, Softgetränke
  • Weissmehlprodukte
  • Kaffee, Alkohol, Nikotin
  • Sulfat, Sulfit, Phosphate, Chloride, Kochsalz

Basische Ernährung

Eine basische Ernährung sollte zu 70-80 % aus basischen Lebensmitteln und nur zu 20-30 % aus säurebildenden Lebensmitteln bestehen. Eine weitere Massnahme, um das körpereigene Entsäuerungssystem anzuregen, ist Bewegung und Entspannung.

In einer Stresssituation setzt eine flache Atmung ein, wodurch weniger Säure in Form von Kohlendioxid abgeatmet werden kann. Regelmässige Entspannungsphasen und moderate Sporteinheiten verbessern durch eine tiefe Atmung die Sauerstoffversorgung und die Kohlendioxidentsorgung, wodurch eine basische Wirkung entsteht.

Neben einer basenreichen Ernährung, Entspannung und Bewegung kann eine Nahrungsergänzung mittels einer basischen Mineralmischung sinnvoll sein. Bei der Auswahl einer geeigneten Mineralsalzmischung müssen physiologischen Zusammenhänge und das enge Zusammenspiel von Säure-Basen- und Mineralstoff-Haushalt beachtet werden.

Die Mineralstoffe in Basenmittel können an Citrate oder Carbonate gebunden sein. 

Anorganische Bicarbonate entfalten ihre Wirkung direkt im Magen und alkalisieren die Magensäure. Als Reaktion erhöht der Magen die Säureproduktion, wodurch die Magenschleimhaut angegriffen wird. Bei regelmässiger Einnahme können Carbonate die gesamte natürliche pH-Regulation des Magen-Darm-Traktes durcheinanderbringen. Da anorganische Verbindungen, wie Natriumbicarbonat, Magnesium- und Calciumcarbonat viel preiswerter sind als die natürlich vorkommenden Citrate, werden diese in Basenmittel leider zu oft verwendet. 

Citrate sind organische, basisch wirkende Salze, die natürlicherweise in unseren Lebensmitteln vorkommen (Gemüse, Obst und Kräuter sind reich an organischen Basenbildnern). Im Gegenzug zu den anorganischen Bicarbonaten sind Citrate von Natur aus Magensaft resistent. Auf diese Weise wird die Magensäure nicht alkalisiert und Verdauungsvorgänge werden nicht gestört. Sie gehören zum Puffersystem des Blutes, verbrauchen auf ihrem Stoffwechselweg die Säuren, schonen den Magen-Darm-Trakt und entfalten ihre volle Wirkung erst im leicht basischen Dünndarm. 

Citrat-Basenmittel sind unabdingbare Bestandteile einer Entsäuerung und fungieren ganz nebenbei als Quelle der regelmässigen Versorgung mit lebensnotwendigen Mineralstoffen.

Aufgrund der komplexen Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper enthalten gute Basenpräparate meist eine Mischung aus Magnesium-, Calcium-, Natrium- und Kaliumcitrat. Ein optimal wirkendes Citrat-Basenpulver enthält nebst einem hohen Anteil an organischen Citraten zusätzlich Zink und Vitamin D und weist ein natürliches Mineralstoffverhältnis auf. So wird das Zusammenspiel der Mineralstoffe perfekt ausgenutzt.